Dieses spektakuläre, mittelgroße Anthurium stammt aus dem äußersten Süden von Panama und Nord- und Mittel- Kolumbien. Es wächst dort nur in bergigen Regionen auf Höhen von 300 bis 1300 Metern und überraschenderweise meist lithopytisch an Klippen und in den Spalten größerer Felsen in denen sich Laub und Detritus von Bäumen sammeln. Manchmal wächst es auch terrestrisch, nur eher selten ist es als Epiphyt zu finden.
Der Stamm ist kurz, kompakt und aufrecht. Die Blätter werden auf bis zu 70 cm langen, runden Blattstielen getragen und können über 50 cm lang und etwa 40 cm breit werden. Als Zimmerpflanze bleibt A. crystallinum meist kleiner und erreicht „nur“ etwa 30 cm große Blätter, was immernoch deutlich größer ist als das ähnliche Anthurium clarinervium. Sie sind oberseits matt und samtig und können eine sehr dunkle, fast schwarze Grundfarbe haben wenn sie bei wenig Licht wachsen, ansonsten sind sie heller. Besonders auffällig sind die kontrastreichen weißen, glitzernden Blattadern. Die Blätter sind bei A. crystallinum nie peltat. Junge Blätter sind zunächst rot, dann orange und werden erst einige Zeit nachdem sie ihre volle Größe erreicht haben dunkel. Die Blattstiele sind wie schon gesagt rund oder haben nur leichte Kanten. An diesem Merkmal kann man A. crystallinum gut von A. magnificum und diversen A. crystallinum Hybriden gut unterscheiden.
A. crystallinum ist neben A. clarinervium eins der wenigen samtblättrigen Anthurien welches mit ein wenig Erfahrung auch gut als Zimmerpflanze geeignet ist und nicht unbedingt in der Pflanzenvitrine gepflegt werden muss.





















Bewertungen
Es gibt noch keine Bewertungen.